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Von Santiago de Chile über Brüssel nach Stuttgart: Online-Diskussion zu globaler Teilhabe und Verantwortung von Sebastian Cuny

Die Online-Diskussion des Landtagsabgeordneten war ein voller Erfolg

Am Donnerstagabend lud Sebastian Cuny Akteur:innen aus dem entwicklungspolitischen Bereich in Baden-Württemberg und Interessierte am Thema globale Teilhabe und Verantwortung zu einer Online-Diskussion ein, an der 20 Personen teilnahmen.

Zu Beginn der Online-Videokonferenz standen Inputs des Europaabgeordneten und Fraktionskoordinators im Entwicklungsausschuss des EU-Parlaments Udo Bullmann und von Conny Reuter, einem progressiver Netzwerker mit dem Schwerpunkt Lateinamerika und ehemaligem globaler Koordinator der Progressive Alliance, die aus Brüssel und Santiago de Chile zugeschaltet waren. Nach diesen Inputs gab es eine sehr interessante und lebendige Diskussion mit den Teilnehmenden zu aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und grundsätzlichen Fragen der Entwicklungszusammenarbeit mit den Ländern des Globalen Südens.

Udo Bullmann stellte in seinem Input fest, dass wir alle ein Teil einer Welt sind und dass dies nicht immer im Fokus der Landespolitik liegt, obwohl es ein Teil unserer Innenpolitik ist, Patenschaften in aller Welt zu unterhalten. Die Ungleichheit unter den Menschen weltweit nimmt zu, 1% der Menschen besitzen fast die Hälfte des Vermögens in der Welt.

Entwicklungsprojekte werden von der EU auch danach evaluiert, inwieweit sie die Ungleichheit in den Projektländern reduzieren. Die Entwicklungszusammenarbeit weltweit ist gerade sehr unter Druck aufgrund Mittelkürzungen der USA, aber auch von europäischen Staaten. Dadurch sind entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Organisationen sehr unter Druck.

Conny Reuter ging in seinem Input darauf ein, dass es in der Entwicklungszusammenarbeit vor allem um das Empowerment von zivilgesellschaftlichen Organisationen geht, insbesondere auch um Gewerkschaften, und um Bildungs- und Menschenrechtsarbeit. Diese Arbeit wirkt vor allem längerfristig und ist nicht auf einen kurzfristigen Impact ausgerichtet.

In der Außenpolitik von europäischen Staaten steht oft die Deckung des Rohstoffbedarfs für die eigene Wirtschaft im Vordergrund. Eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit im Sinne einer internationalen solidarischen Zusammenarbeit muss das Ziel haben, dass mehr Wertschöpfung auch in den Ländern des Globalen Südens stattfindet. Die Europäische Union braucht Handelsabkommen, die soziale, menschenrechtliche und Umweltkriterien berücksichtigen in den Partnerregionen. Die Teilnehmer:innen waren sich einig, dass Globale Gerechtigkeitsfragen mehr im Fokus der Außenpolitik der Europäischen Union stehen sollten.

Der Landtagsabgeordnete und entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Sebastian Cuny resümierte, dass sich alle an der Online-Diskussion Teilnehmenden ein partnerschaftliches Miteinander mit den Ländern des Globalen Südens wünschen im Sinne einer win-win-Situation und dass es wichtig ist, diese Botschaft und Überzeugung nach außen zu tragen, dafür sei auch die entwicklungspolitische Inlandsarbeit sehr wichtig, damit die Menschen in Baden-Württemberg ein Bewusstsein für die Bedeutung von fairem Handel und vom Thema Rohstoffgerechtigkeit entwickeln. Er betonte, dass die EU bei den Handelsabkommen wie Mercosur oder mit Indien faire Handelsabkommen abgeschlossen hat im Unterschied unter anderem zu China, das eine sehr einseitige Handelspolitik mit den afrikanischen und südamerikanischen Ländern betreibt. Sebastian Cuny setzt sich in seiner Arbeit dafür ein, die Teilhabe und die Lebensbedingungen für die Menschen in den Ländern des Globalen Südens zu verbessern.