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Großes Interesse an entwicklungspolitischer Matinée mit Sebastian Cuny

Der peruanische Dokumentarfilm „Die Augen des Weges“ beeindruckt das Publikum

Vergangenen Sonntag lud SPD-Landtagsabgeordneter Sebastian Cuny zur entwicklungspolitischen Matinée im Rahmen seiner Themenwoche „Weil es um unsere (Um)Welt geht“ ins Olympia Kino in Leutershausen sein.  Bei der mit 40 Personen sehr gut besuchten Veranstaltung wurde zunächst der peruanische Dokumentarfilm „Die Augen des Weges“ gezeigt und anschließend fand eine Podiumsdiskussion zum Film statt.

Nach der beeindruckenden Vorführung des Dokumentarfilmes diskutierte der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Sebastian Cuny mit Rodrigo Otero Heraud (Regisseur des Filmes) und Maja Tillmann (Produzentin des Filmes) sowie dem Publikum über Inhalt und Botschaft des Films. Dem Sozialdemokraten war dabei die Frage besonders wichtig, was die Menschen im Globalen Norden und die Menschen im Globalen Süden gegenseitig voneinander lernen können.

Rodrigo Otero Heraud stellte in der Diskussion die Frage: „Wie kann ich ihre Mentalität verstehen?“ und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es neben dem rationalen Begreifen und Verstehen auch eine andere Ebene gibt, die des emotionalen Verständnisses. Die Natur berührt die Menschen tief auf dieser anderen Ebene. Das Konzept der „Mutter Erde“ der Quechuas beinhaltet eine starke emotionale Verbindung der Menschen mit der Natur und auch die Stärke der Gemeinschaft und die gegenseitige Unterstützung spielt in der Quechua-Kultur eine wichtige Rolle. Im Film beschreibt der Hauptdarsteller des Films, Hipólito Peralta Ccama, dass die Menschen im Globalen Norden diese Verbindung zur Natur verloren haben sowie teilweise auch das Verständnis und Mitgefühl für ihre Mitmenschen. Das Mitgefühl der Menschen füreinander sowie für die Bedeutung der Natur als Grundlage für unser aller Leben sollten wieder gestärkt werden.

Rodrigo Otero Heraud und Maja Tillmann wiesen darauf hin, dass der Lebensraum und damit auch die traditionelle Lebensweise der Quechua-Kultur in Peru stark bedroht sei durch die zunehmende Rohstoffgewinnung in Peru durch Firmen aus dem Globalen Norden. Der Film solle einen Beitrag dazu leisten, die Quechua-Kultur in der Welt bekannter zu machen und die Kultur und das Wissen der Quechua besser zu schützen.

Sebastian Cuny fasst die Filmmatinée zusammen: „Globale Gerechtigkeit und Globale Nachhaltigkeit stellen grundlegende Fragen zum Verhältnis mit den Ländern des Globalen Südens in Bezug auf Themen wie Rohstoffgerechtigkeit, faire Handelsbeziehungen und die Unterstützung dieser Länder bei der Bewahrung der Natur, aber auch die Unterstützung durch die Länder des Globalen Nordens in Bezug auf die Anpassung an die Klimaveränderung. Die indigenen Völker haben einen großen Wissensschatz durch ihre enge Verbindung zur Natur und Umwelt, den es zu bewahren gilt. Wir können als Länder des Globalen Nordens von diesem Wissensschatz lernen, in dem wir uns mit den indigenen Kulturen auseinandersetzen und uns gegenseitig austauschen. Der Dokumentarfilm „Die Augen des Weges“ leistet einen wertvollen Beitrag für diese Auseinandersetzung und den gemeinsamen Austausch.“