Landtagsabgeordneter Sebastian Cuny stellt Anfrage an Landesregierung zur Verschonungsbedarfsprüfung bei Erbschaftssteuer
Finanzpolitiker Sebastian Cuny hat mit einer kleinen Anfrage die grün-schwarze Landesregierung zu Lücken bei der Erbschaftssteuer befragt und erklärt den Hintergrund: „In Deutschland werden jährlich etwa 400 Milliarden Euro an die nächste Generation verschenkt oder vererbt. Die reichsten zehn Prozent der Gesellschaft erhalten etwa die Hälfte dieses Vermögens. Oftmals nutzen Empfangende hoher Erbschaften oder Schenkungen die Befreiungsmöglichkeiten von der Steuer nach § 28a ErbStG.“
Wie die Antwort des Finanzministeriums zeigt, sind dem Land durch die aktuellen Regelungen in der jüngsten Vergangenheit rund 700 Mio. Euro von nur neun Erben entgangen. Sozialdemokrat Sebastian Cuny will das nicht hinnehmen: „Diese Ungerechtigkeit muss beendet werden. Mir geht es dabei ausdrücklich nicht um die Einschränkung oder Reduzierung des Erbschaftsteuer-Freibetrags (Ehepartner 500.000 Euro, Kinder 400.000 Euro), sondern vielmehr um die anständige Besteuerung von sehr umfangreichen Erbschaften. In einer Gesellschaft, in der Arbeitsleistung höher besteuert wird als Einkommen aus Erbschaften oder Kapitalerträgen, läuft gewaltig etwas schief. Das muss jetzt korrigiert werden.“
Über die Anfrage berichtet auch die Kontext Wochenzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe: https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/756/geschenk-ohne-eigene-leistung-10471.html
Kontakt:
Sebastian Cuny MdL
Zentgrafenstraße 11
69198 Schriesheim
Tel.: 06203/4202553
E-Mail: sebastian.cuny@spd.landtag-bw.de

