"SPD-Einblicke" zu Gast im Talhof

Veröffentlicht am 09.06.2018 in Ortsverein

Vor Ort im Gespräch: Einrichtungsleiter Förster und die Gäste der SPD Schriesheim

Im Rahmen unserer „Einblicke“ besucht die SPD Schriesheim regelmäßig, die unterschiedlichsten Einrichtungen und Betriebe vor Ort, um diese genauer kennen zu lernen. Wir informieren uns über ihre Aufgaben, Struktur, -und Erfahrungen und Bedürfnisse.
Jüngst waren wir im „Talhof“ zu Gast. Der Leiter der integrativen Einrichtung, Herr Förster, nahm sich einige Stunden Zeit, um zunächst die Entwicklung, Ziele und Aufgaben den SPD-Mitgliedern zu erläutern und präsentierte im Folgenden die verschiedenen Arbeitsorte und Werkstätten.
Als Wohnungslosenhilfeeinrichtung bietet der Talhof bietet seit 1983 Menschen mit Lebenskrisen, z.B. psychischen Erkrankungen, nach Verlust des Wohnsitzes, Gewalterfahrungen oder mit anderen Belastungsgründen zunächst einmal eine vorübergehendes Zuhause. Ihr individueller Hilfebedarf wird analysiert und entsprechende Pläne zur  Wiedereingliederung in die Gesellschaft durch Arbeit und normale Wohnsituation entwickelt.

Zur Zeit hat der Talhof 44 Männer und 6 Frauen als Klienten zu betreuen. Auf der Warteliste stehen weitere 10-15 Personen.
Das Ziel des Hauses ist, zunächst den Menschen durch verschiedene Arbeitsangebote eine Tagesstruktur zu geben. Mit der Werktätigkeit erlernen sie wieder verschiedenste Arbeitsfähigkeiten,  Durchhalte-vermögen, Verantwortung für ihre Aufgaben und gewinnen Selbstvertrauen zurück.  Für die verschiedenen Aufgaben und Handwerksbetriebe stehen Handwerksmeister sowie Hausmeister, Hauswirtschafterinnen, Pfortendienst, Verwaltungsangestellte und einige ehrenamtliche Helfer (FSJ und BUFTI) zur Verfügung.
Konkret waren die SPD-Mitglieder von der professionellen Ausgestaltung des hauswirtschaftlichen Bereiches der Wäscherei, Schreinerei, Schlosserei und Gärtnerei sehr angetan. Im landwirtschaftlichen Bereich konnte der Fütterung von Schweinen, Hühnern und Eseln zugeschaut werden.
Abschlussbilanz: Respekt für einen arbeitsintensiven Integrationsbetrieb, in dem Menschen mit Beeinträchtigungen nach schweren Krisen wieder sesshaft werden und Vertrauen in ihre Fähigkeiten zurückgewinnen können. Auf die Frage aus der SPD, was kommunalpolitisch als Unterstützung notwendig wäre, kommentierte Herr Förster bezahlbaren Wohnraum und geförderte Arbeitsplätze als Unterstützung ihrer Integrationsbemühungen.

Clara Scheepers-Assmus

 
 

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